Barrierefreies Reisen und Freizeit in Rumänien

Rumänien ist ohne Zweifel ein Land voller Wunder. Natur, Kultur, Traditionen, echte ländliche Architektur und Beschäftigungen all das kann man innerhalb dieses erstaunlichen Landes finden.

Die Infrastruktur hat sich wesentlich verbessert, einschließlich was barrierefreie Touren sowie Möglichkeiten für weniger mobile Touristen betrifft – eine Entwicklung die vielversprechend ist. Lassen Sie uns Sie in einer Reise zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltung vor Ort führen.

Das historische Stadtzentrum  – Zugang zum Bukarest von einst

Seitdem das historische Stadtzentrum autofrei erklärt wurde, ist es auch viel touristenfreundlicher geworden. Die gepflasterten Straßen gehören der Vergangenheit an, heute ist alles eine Fußgängerzone mit schmalen Straßen, dichtgedrängt mit Clubs und Gaststätten. So muss es einst in diesem Handwerkerviertel ausgesehen haben. Die nach Händlern und Handwerkern benannten Straßen haben ein eigenes Flair.

Eines der Prachtstücke im Lipscani-Viertel ist die Rumänische Nationalbank (1880) die richtig beeindruckend ist mit ihren stolzen Mauern, errichtet im Stil der Französischen Renaissance. Die Vilacrosse-Passage verleiht der Gegend ein Hauch von Boheme und stellt ein wunderbares Tor zum Victoriei-Boulevard dar.

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Rumänische Nationalbank

Aber es kann keine Bukarest-Tour ohne den Parlamentspalast geben. Es ist sonderbar, dass dieses Gebäude, das manche als Ceausescus Palast bezeichnen, eigentlich nie von kommunistischen Führern bewohnt wurde. Bekannt als zweitgrößtes Verwaltungsgebäude der Welt, erscheint dieses mächtige Bauwerk sowohl opulent als auch beeindruckend. Was weniger bekannt sein dürfte, ist, dass das gesamte Gebäude von rumänischen Arbeitern ausschließlich mit rumänischen Baustoffen (Marmor, Zement usw.) errichtet und mit in Rumänien hergestellter Einrichtung (Möbel, Teppiche) ausgestattet wurde.

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Der Parlamentspalast verfügt über eine für Rollstuhlfahrer angepasste Tour. Wir empfehlen Ihnen diesen Rundgang und somit die Möglichkeit, das Grandiose dieses Baus zu entdecken.

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Das Bukarester Dorfmuseum – rollstuhlfreundliche Alleen ins ländliche Rumänien

Beim Bukarester Dorfmuseum werden Sie erfahren, wie Einfachheit sich mit den praktischen Seiten vereinen kann, um dem Bauer und seiner Familie möglichst viel Bequemlichkeit zu verleihen. Sie werden mehr über die lokalen Gegebenheiten erfahren wenn Sie die Eigenheiten der regionalen Architektur erkennen, welche den geographischen Gegebenheiten der Region folgt und der lokalen Kultur angepasst ist. Sie werden entdecken, dass die wallachischen Häuser niedrig und waggonartig angeordnet sind und stets eine Vorhalle aufweisen, während die Häuser der Siebenbürger Sachsen höher sind mit hoher festungsartigen Ziegelstein-Umzäunung oder während die Hausdächer im Donaudelta aus Schilf sind oder die Häuser aus dem Hügelland aus Briketts gebaut sind.

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Die Alleen des Museums sind breit und gut gepflegt, so dass sie den Rollstuhlfahrern eine Tour ins ländliche Rumänien mitten in Bukarest ermöglichen. Ein Spaziergang entlang der Alleen, selbst wenn Sie nicht in die Häuser eintreten können,  ruft den Besucher auf, selber zu fühlen wie es sich in einem rumänischen Dorf leben lässt. Und wenn Sie das Glück haben, diese Reise dann zu machen, wenn traditionelle Feiern stattfinden, so werden Sie sich sicher auch wünschen, das echte Dorfleben zu sehen!

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Das Peles Schloss – das Wunschgefühl da zu sein und …Sie haben die besondere barrierefreie Tour dieser Sehenswürdigkeit

Das Peles-Schloss ist eines der anziehendsten touristischen Wahrzeichen Rumäniens und Europas. Das märchenhafte Aussehen, die natürliche Lage am Fuße der Karpaten, die Geschichte der rumänischen Königsfamilie und die Tatsache, dass es das erste Schloss der Welt ist, das ganz über eine eigene Stromversorgung verfügte, macht es einmalig und zu einem unbedingt zu besichtigendes Reiseziel in Rumänien.

Das Peles-Schloss
Das Peles-Schloss

Es war der erste König Rumäniens, Karl I., der sich dieses Schloss gewünscht hat. Johannes Schultz, Carol Benesch und Karel Liman waren die Architekten und Bauleute die zwischen 1866 und 1914 diesen Wunsch in einen wunderbaren Bau verwirklichten. Die gelungene Mischung des bayerischen und des rumänischen Stils, die thematischen Säle (wie der Waffen- und Schildraum, der Spiegelsaal, der Maurische Saal), weite, grüne Gärten, die Bergkulisse – alles verleiht in Peles das Gefühl, sich an einem Wunschort zu befinden.

Wenn Sie in einem Rollstuhl reisen, können wir Ihnen einen Sonderrundgang durchs Schloss vermitteln mit Benutzung von mobilen Rampen. Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie eine barrierefreie Tour wünschen.

Sighisoara – Zugang zu einer bewohnten Burg

 Wenn wir Sighisoara/Schässburg in drei Wörter beschreiben sollen, dann wären diese „zeitlos bewohnte Burg“.Gelegen in der schönen Berglandschaft Transsilvaniens und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes bringt die bunte Zitadelle die Dynamik von heute auf, während die neun Türme auf das Leben in der Burg und das Treiben der Touristen wachen. Der Stundenturm, der mächtigste von ihnen, beobachtet seit dem 14. Jahrhundert das Leben der Schässburger und sorgt weiter dafür, dass die Zeit in dieser Kleinstadt für die Besucher still steht.

 Am zentralen Platz der Burg befindet sich das Haus von Vlad Dracul – der Geburtsort der für die Übersee-Touristen als „Dracula“ bekannten Gestalt. Wir müssen Bram Stoker dankbar sein für die weltweite Werbung für dieses Land als Spielplatz von Vlad dem Pfähler – eigentlich ein furchtloser wallachischer Fürst und Held – den er in Dracula, den erfundenen Vampir aus Transsylvanien, verwandelt hat! Das Haus ist nicht rollstuhlgängig – trotzdem: Sie sind an dem richtigen Ort!

Sighisoara
Sighisoara

 Teile der Schässburger Pflastersteine wurden mit ebenen Steinplatten ersetzt, so dass alles leichter auch von Rollstuhfahrern benützt werden kann. Zu berücksichtigen wäre, dass die alte Burg in einer Berglandschaft gelegen ist, so dass eine gewisse Neigung vorhanden ist, die aber  einen geringen Winkel aufweist.

Cluj-Napoca – der Platz der Einheit, Einheit für alle

 Vielleicht stimmt dieser Tite nicht ganz. Cluj-Napoca/Klausenburg ist eine der ältesten Städte Rumäniens (gegründet im Jahre 124 n.Chr.), eine echte multikulturelle Stadt mit einer interessanten und vielfältigen Architektur, mit gastfreundlichen Einwohnern, die Erfahrungen aller Art zu bieten hat betreffend Musik oder für Liebhaber der visuellen Künste oder einfach für neugierige Touristen.

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist der Platz der Einheit (rumänisch: Piata Unirii). Dieses ist  die Stelle an der, wohin man sich auch umdreht, einen wunderschöne Gebäude umgeben, errichtet in verschiedenen Baustilen: von Barock über Gotik und Renaissance bis zu Neoklassik. Das Banffy-Palais und die Hlg. Michael-Kirche dominieren den Platz über den das Reiterdenkmal von Matthias Corvinus wacht.

Platz der Einheit
Platz der Einheit

Wir erwähnen dieses Stadtgebiet auch für seine Freundlichkeit. Die breiten, ebenen Gehwege eignen sich für Rollstuhlfahrer. Die Pfadrände sind mild und erlauben einen guten Zugang auch für Personen mit beschränkter Mobilität.

Für Personen mit Sehbehinderung steht, auf Nachfrage, eine Tour zur Verfügung die die bedeutendsten touristischen Stellen, Denkmäler und Kirchen der Stadt einschließt – alles als Ausdruck ihres multikulturellen und multiethnischen Charakters.

Dieses ist der Anfang einer virtuellen Fahrt ins barrierefreie rumänienweite Reisen und Freizeitgestalten. Verfolgen Sie unsere nächsten schriftlichen Tipps für Reisetouren von Touristen mit beschränkter Mobilität und anderen besonderen Nöten.

Für ein echtes Erlebnis   Buchen Sie da!

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